Was bedeutet Glück?

Benötigen wir das (oft selbst verursachte) Leid, um das Glück spüren zu können? Kann es ohne die Boshaftigkeit und ohne das Leid in der Welt ihre scheinbaren Gegensätze, die Tugendhaftigkeit und das Glück überhaupt geben? (Yin & Yang)

Oder ist vielleicht das, was wir gemeinhin als Glück bezeichnen, nicht das wirkliche, nachhaltige Glück, sondern einfach nur die (zeitlich befristete) Abwesenheit eben jenes Leidens, das wir uns nicht selten selbst bereiten? Was bedeutet es denn eigentlich wahrhaftig glücklich zu sein?

Für mich bedeutet Glück, die Dinge so annehmen und akzeptieren zu können wie sie sind, ohne das Gefühl zu haben, für oder gegen etwas sein zu müssen. Es bedeutet innerlich frei zu sein von den äußeren Umständen und Gegebenheiten; mich nicht von ihnen dirigieren zu lassen, sondern frei und gelöst handeln zu können, wann immer und wie immer ich es für richtig erachte. Es bedeutet frei und gelöst eben das tun zu können, was kein Leiden verursacht, sondern mich und andere Menschen so glücklich wie möglich macht.

Ist Glück dann also gleichbedeutend mit Freiheit? Für mich ist es das. Glück und Freiheit entstehen beide für mich aus einer inneren Haltung des Friedens heraus, die täglich geübt werden kann. Zugegeben fällt es nicht immer leicht in dieser Welt und dennoch übe ich mich darin, natürlich, frei und gelöst ich selbst zu sein, und zwar unabhängig von allen Dingen, die um mich herum geschehen, seien sie nun scheinbar "gut" oder scheinbar "böse". Ich übe in Frieden und Einklang zu sein mit mir und der Welt und allem was ist. Denn nur aus dieser Haltung des Friedens heraus können neben dem inneren Glück und der inneren Freiheit schlussendlich auch das äußere Glück, die äußere Freiheit und der äußere Frieden erwachsen.

15. Jul 2014

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